Kreisverkehr im Zuge der Busoptimierung in der Langen Reihe kommt nicht

20141118_144911Wie aus einer Kleine Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Susanne Kilgast hervorgeht, wird der geplante Kreisverkehr in der Langen Reihe nicht gebaut. In den verschiedenen öffentlichen Anhörungen zur Busoptimierung in der Langen Reihe wurde von Politik und Anwohnern kritisiert, dass der Bau eines Kreisverkehrs  in der Lange Reihe überflüssig ist. Daraufhin wurden die Planungen zum Kreisverkehr von den anderen baulichen Maßnahmen abgekoppelt und erneut untersucht. Susanne Kilgast, die bei den Anhörungen und in Bürgersprechstunden Gespräche mit Anwohnern und Einzelhändlern geführt hat: “Dieses Beispiel zeigt, Anregungen aus der Bevölkerung werden sehr wohl von der SPD ernst genommen. Der Kreisel wird nicht gebaut und die Fußgängerampel bleibt erhalten. Die im Herbst 2015 für zwei Monate geplanten Bautätigkeiten im Bereich der Haltestelle AK St. Georg an der Langen Reihe, betreffen jetzt den Umbau der Haltestellen, der Nebenflächen und der Radverkehrsanlagen. Ein Gewinn nicht nur für die Verbesserung des Busverkehrs der Metrolinie 6, sondern auch für den immer wichtiger werdenden Radverkehr. Eine Vollsperrung wird es trotz Baumaßnahmen nicht geben. “

Hintergrund:

Täglich werden ca. 24.400 Fahrgäste in der Metrobuslinie 6 von der Haltestelle Borgweg bis zur HafenCity bzw. zur Haltestelle Feldstraße befördert. Von Jahr zu Jahr steigen die Nutzerzahlen des ÖPNV um bis zu zwei bis drei Prozent. Ziel ist es durch das Busbeschleunigungsprogramm bis zu 30 Prozent mehr Fahrgäste zu befördern. Unter anderem wird durch den Rückbau der Busbuchten und das direkte Halten am Fahrbahnrand, neue Fahrkartenautomaten, der Bevorzugung von Bussen an Ampeln und einen verbesserten Fahrbahnbelag erst diese Steigerung der Fahrgastzahlen möglich. Durch den Umbau der Haltestellen können Doppelgelenkbusse halten. Ein voll besetzter Doppelgelenkbus ersetzt 120 Autos. Durch kürzere Fahrzeiten, kurze Stopps an den Haltestellen und grüne Welle für Busse an Ampeln, einer höheren Taktdichte der Busse und leichteres Ein- und Aussteigen am Fahrbahnrand wird das Busfahren in der Stadt attraktiver und komfortabler und ist klimaschonender. Nächstes Jahr werden in der Langen Reihe von Ende April bis Anfang Juli weitere Baumaßnahmen im Bereich Baumeisterstraße, Carl-von-Ossietzky-Platz und Schmilinskystraße durchgeführt. Im Herbst wird dann der Bereich Kirchenallee und die Haltestelle Lohmühlenstraße AK St. Georg umgebaut. Alle neuen Baumaßnahmen werden im Frühjahr den Anwohnern in einer öffentlichen Anhörung erneut vorgestellt.

In drei öffentlichen Vorstellungen der Busbeschleunigungsmaßnahmen im Oktober 2013, im Januar und Mai 2014, wurden die von der Politik und den Bürgern eingebrachten Anregungen aufgenommen und zum großen Teil umgesetzt. So wurde der geplante Kreisel im Bereich Lohmühlenstraße, der jetzt nicht gebaut wird, von den allgemeinen Umbaumaßnahmen entkoppelt, die Ampeln bleiben für den sicheren Übergang an der Baumeisterstraße, Carl-von-Ossietzky-Platz, Lohmühlenstraße und der Danziger Straße erhalten, zusätzliche Fahrkartenautomaten wurden aufgestellt, die Baustellentätigkeiten wurden deutlich verkürzt und für das Weihnachts- und Ostergeschäft unterbrochen, Fahrradstellplätze wurden eingerichtet und weitere sind eingeplant, es werden Radaufstellstreifen vor den Ampeln und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn eingerichtet, die Haltestelle Gurlittstraße wurde nicht verlegt und zwei Wartehäuschen zusätzlich aufgestellt sowie zusätzliche Ladezonen eingeplant. Die Gehwege haben sich im Bereich der Haltestellen erweitert und werden im gesamten Straßenverlauf nicht eingeengt. Außerdem ist bei der Polizei der Vollzug gegen zweite Reihe Parkende und die Freihaltung von Ladebuchten Bestandteil der Prioritätensetzung.

 

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