SPD unterstützt Erhalt der St. Maximilian Kirche

SONY DSCAm Mittwoch, den 23. April fand in Wilhelmsburg eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der Kirche St. Maximilian Kolbe statt. Die Kirche und das benachbarte Altersheim wurden an den Malteser Hilfsdienst als neuen Investor verkauft. Das Altersheim soll saniert und auf dem Gelände der Kirche erweitert werden. Während der Diskussion im Bürgerhaus Wilhelmsburg mit über 150 Teilnehmern zeigte sich, dass viele Wilhelmsburger für den Erhalt der Kirche sind, die im Volksmund auch liebevoll als „Klorolle“ oder „Nonnenrutsche“ bezeichnet wird. Neben dem Leiter des Denkmalschutzamtes, Andreas Kellner, hält auch Hamburgs Oberbaudirektor, Jörn Walter, die denkmalgeschützte Kirche unter städtebaulichen Gesichtspunkten für erhaltenswert. Susanne Kilgast, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete: „Ich freue mich für die Wilhelmsburger, dass Stephan Dreyer als Beauftragter des Erzbistums Hamburgs die Gespräche hinsichtlich eines Erhalts der Kirche mit den Investoren und der Stadt weiterführt. Es ist begrüßenswert, dass das Denkmalschutzamt Interessierte auffordert, bis zum 14. Mai Ideen für die Nachnutzung der Kirche einzureichen. Für die Erweiterung des Altersheims soll auch bei Erhalt der Kirche eine Lösung gefunden werden. Das wurde sowohl vom Oberbaudirektor Jörn Walter, als auch vom denkmalpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion HH-Mitte Klaus Lübke in Aussicht gestellt.  Das bedeutet für die SPD, dass der Abriss der Kirche noch nicht besiegelt ist.“

Kesbana Klein, Wilhelmsburger SPD-Kandidatin für die Bezirksversammlung: „Die St. Maximilian Kolbe Kirche ist nicht nur aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bauweise denkmalschutzwürdig. Das markante Gebäude prägt seit Jahrzehnten das Erscheinungsbild des Stadtteils so sehr, dass es  den Wilhelmsburgern als  Orientierungspunkt dient. Mit dem Abriss würde ein Stück Identität verschwinden.“

Hintergrund: Das Erzbistum Hamburg und die Pfarrgemeinde haben das Grundstück mit der sanierungsbedürftigen  St. Maximilian Kolbe Kirche, dem Pfarrhaus Krieterstraße 7 und das anliegende Altersheim bereits verkauft. Für die Erweiterung des Altersheims wurde im Bezirksamt Hamburg-Mitte ein Antrag auf Abriss der Kirche bereits eingereicht. Die St. Maximillian Kolbe Kirche wurde als Zeichen der Versöhnung 1974 von einem polnischen und einem deutschen Bischof geweiht.

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